Kehlbacher "Minis" erhalten den Brauch des „Raschpelns“

Kehlbacher Mini´s erhalten den Brauch des „Raschpelns“
Auch heuer waren die Kehlbacher Ministranten am Karfreitag und Ostersamstag mit ihren Raschpeln unterwegs. Morgens um 06:00 Uhr, mittags um 12:00 Uhr und abends um 18:00 Uhr und immer vor einem Gottesdienst oder einer Andacht zogen sie mit ihren Raschpeln durch das Dorf und ersetzten so das Läuten der Glocken.
Der Hintergrund: In den Kartagen vor Ostern läuten traditionell von Gründonnerstag bis zur Osternacht keine Kirchenglocken. Stattdessen zogen schon früher, seit dem 20. Jahrhundert, die Messdiener mit den Raschpeln durch den Ort, um zu den einst üblichen Osterandachten aufzurufen und die Tageszeit zu vermitteln. Der Brauch soll aus dem Mittelalter stammen, in dem sich das Leben nach dem Läuten der Kirchenglocken richtete, da niemand Uhren oder Wecker besaß. Auch wenn es heutzutage Uhren und Wecker gibt, ist es sehr schön, dass die Kehlbacher Mini´s diesen Brauch aufrechterhalten. Herzlichen Dank für Euer Engagement. Ihr seid´ super!
Heike Welscher