Kirchweihfest
dritter Sonntag im September, 8:30 Uhr Hochamt
Diese Dorfkirchweih wird jährlich von Freitag bis Montag als Trachtenkirchweih mit Zechpaaren gefeiert.
- Freitag: Zusammenkunft im Sportheim
- Samstag: vormittags Ständerla, abends Tanz
- Sonntag: Kirchenparade, Festgottesdienst, nachmittags Abholen der Zechmadla anschl. Tanz
- Montag: abends "Kirchweihbegräbnis"
Ewige Anbetung
Die Ewige Anbetung wird jährlich am Schmerzensfreitag (Freitag vor Palmsonntag) begangen. Um 17.30 Uhr sind alle zu einer Betstunde und sakramentalen Segen eingeladen, anschließend wird das Hochamt zum Fest Mariä Schmerzen zelebriert.
Kirchengeschichte
Durch mündliche Überlieferung stand bis zum Jahr 1911 eine kleine Kapelle im Besitz des Bauers Fehn, Hausname „Nedersch“. Die Inschrift der 1. Glocke lautet „Johann Fehn von Koelbach“, der der Stifter dieser Glocke war. Diese Glocke wurde von Josef Mayer in Coburg im Jahre 1760 gegossen.
Im Jahr 1911/1912 wurde ein Kapellenbauverein gegründet. Die Mitglieder dieses Vereins sind uns leider nicht bekannt. Durch diesen Verein wurde der erste Teil dieser Kirche (die heutige Sakristei und der Altarraum) errichtet.
In und nach der Kriegszeit reichte der Platz in der 1911 errichteten Kapelle für Gottesdienste nicht mehr aus, da viele Flüchtlinge in Kehlbach aufgenommen wurden. Ab dem Jahr 1954 ist die Geschichte der Kirche St. Marien dokumentiert. Für den Erweiterungsbau stiftete Herr Andreas Russ (Hausname „Nedersch“) das Grundstück. Auf diesem Grundstück wurde im Jahre 1954 die Kirche unter Architekt Franz Hofmann aus Kronach und Baumeister Georg Fröba aus Buchbach erweitert. Die Kosten in Höhe von rund 54.000 DM wurden durch Spenden aufgebracht. Die Kircheneinweihung erfolgte am 17. Oktober 1954 durch Prälat Rauh aus Bamberg. Pfarrer Kotz aus Windheim war damals der zuständige Pfarrer.
Im Jahr 1961 wurde eine elektronische Orgel, eine sogenannte „Lipp-Orgel“ (Modell 54 mit 30 Tasten) angeschafft. 1972 wurde diese gegen eine weitere neue Orgel ausgetauscht. Weihnachten des gleichen Jahres spendeten Lehrer Georg Neubauer und seine Frau Maria zwei Glocken. Die Herz-Jesu-Glocke und die Herz-Mariä-Glocke wurden in der Glockengießerei in Heidelberg angefertigt. Am 15. Mai 1977 folgte die Weihe der neuen Glocken.
Da der bisherige Glockenstuhl für die beiden neuen Glocken nicht mehr ausreichte, erfolgte im Herbst 1977 der Kirchturmumbau für den neuen Glockenstuhl, von der Firma Rudolf Perner in Passau. Am 04. Dezember 1977 läuteten die Glocken das erste Mal.
In der Zeit von 1977 bis 1978 wurde der Altarraum neu gestaltet. Der Boden wurde mit Jura-Marmor von der Firma Pflaum in Zapfendorf ausgelegt. Das Altarbild wurde von Bildhauer Leitherer aus Bamberg erstellt.
Die Altarweihe erfolgte am 05. November 1978 durch Herrn Weihbischof Martin Wiesend. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 51.000 DM.
1982 erhält die Kirche einen neuen Außenanstrich. Fünf Jahre später – 1987 - erfolgt der Austausch der Kirchenfenster. Für einen besseren Wetterschutz wird ein Windfang am Haupteingang gebaut und der zweite Eingang überdacht. Es entstanden Kosten in Höhe von 88.000 DM.
1996 wird eine Pfeifenorgel angeschafft, die am 22. September 1996 eingeweiht wurde.
Zum 50 jährigen Weihejubiläum der Kirche wurde bereits im August 2003 die Außenfassade, größtenteils in Eigenleistung, renoviert und saniert. Die Kirche erhielt eine Mauerwerkstabilisierung, einen neuen Farbanstrich und neue Blitzableiter für insgesamt 24.000 Euro.
Im August 2004 erfolgte die Innensanierung der Kirche unter Anleitung des Architekten Elmar Ruß. Besonders der Altarraum erhielt eine neue Farbgebung. Des Weiteren wurden neue Lautsprecher und neue Lampen angeschafft.
Im Jahr 2018 bis 2019 wurden die beiden Seitenaltäre von der Firma Zenkel–Schirmer professionell renoviert. Das mittig eingesetzte Figurenrelief ordnen Experten um das Jahr 1500 ein. Die Restaurationskosten der beiden Altäre beliefen sich auf fast 20.000 Euro. Hervorzuheben ist, dass Pfarrer Reinhard Stauch, gebürtiger Kehlbacher, dafür fast 13.000 Euro in Eigenleistung zahlte.
Ebenfalls im Jahr 2018 wurde der vordere Teil der Kirche (Altarraum und Sakristei) komplett innen und außen renoviert und stabilisiert und ein behindertengerechter Eingang am Haupttor der Kirche geschaffen. Die Gesamtkosten betrugen 90.000 Euro.
2019 – 2020 wurde für die Gasheizungsanlage eine komplette Kaminanlage mit Abgasrohren eingebaut – Gesamtkosten ca. 13.000 Euro.
Die Außenrenovierung des "Kirchenschiffes" – der hintere Teil der Kirche - wurde im Sommer 2021 umgesetzt. Die Kirche erscheint nun wieder farblich in einer Einheit.
Der Friedhof gehört der Filialkirchenstiftung Kehlbach und schließt sich direkt an die Kirche an. Im Jahr 2022 wurde eine Urnenrasenwiese angelegt.
Momentan wird das Jugend-/Pfarrheim renoviert. Aufgrund der hohen finanziellen Belastungen wird die Sanierung von Firmen - größtenteils aber von Ehrenamtlichen übernommen.
Pfarrer in Kehlbach
- Nach dem Krieg hielt Herr Pfarrer Sommer als Kriegsflüchtling, der bei „Nedersch“ aufgenommen wurde, ab und zu in den umliegenden Dörfern Gottesdienste.
- In der Nachkriegszeit, von ca. 1945 – 1954 war Herr Pfarrer Kotz aus Windheim der zuständige Priester. Kapläne in dieser Zeit waren Herr Kaplan Kräft und danach Herr Kaplan Dümler.
- Von 1954 bis 1958 war Herr Pfarrer Dürschinger, der als erster Pfarrer im Pfarrhaus in Steinbach wohnte, für die Gemeinden Steinbach und Kehlbach zuständig. Ab diesem Zeitpunkt gehörte Kehlbach zur Pfarrei Steinbach am Wald.
- Danach folgten:
- von 1958 bis 1963 Herr Pfarrer Bähr
- von 1963 bis 1979 Herr Pfarrer Josef Böhnlein
- von 1979 bis 2002 Herr Dekan Baptist Schaffer
- von 2002 bis 2006 Herr Pfarrer Roland Neher
- von 2006 – 2007 Herr Pfarrer Erhardt Schupp und Herr Pfarrer Ho
- ab 2007 Herr Pfarrer Thomas Hauth
Wenn auch nur eine kleine Kirchengemeinde, so ist Kehlbach schon all die Jahre eine sehr lebendige Kirchengemeinde, immer mit eigenem Pfarrgemeinderat und eigener Kirchenverwaltung. Ein Team aus momentan sieben Lektoren, zwei Mesnern, einer Beauftragten für Wort-Gottes-Feiern, eienem Kommunionhelfer, dreizehn Ministranten, einer Minibeauftragten, einem Organisten, zwei Putzgruppen, einem Friedhofsverwalter und einer Kirchweihgesellschaft halten die kirchliche Gemeinschaft und die Traditionen im Ort lebendig.
Veranstaltungen wie Osterfrühstück, Empfang an der Erstkommunion, Helferessen, Fronleichnam – Blumenteppiche gestalten, Seniorenfeiern, Erntedankfeiern, Seniorenbesuche in der Weihnachtszeit werden ebenso engagiert durchgeführt wie die Sternsingeraktion, Kinderkreuzwege, „Raschpeln“ an den Kartagen, Basteln mit den Minis und Miniausflüge.
